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Die Geschichte des E-Commerce: Ein langer und kurvenreicher Weg

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Wenn man die gesamte Entwicklung des Handels betrachtet, ist die Geschichte des E-Commerce recht kurz. Aber für die meisten von uns ist ein Leben ohne Online-Shopping heute praktisch unvorstellbar.

Von Lebensmitteln über Diamanten und Dienstleistungen bis hin zu Produktlösungen für andere Unternehmen lässt sich fast alles, was man sich vorstellen kann, elektronisch kaufen.

Aber wo hat das alles angefangen, und wie weit wird es noch gehen?

Definition von E-Commerce: Was gehört dazu?

Die Entwicklung des elektronischen Geschäftsverkehrs war rasant – in einem geradezu verblüffenden Tempo.

Allein in den letzten zehn Jahren sind die Online-Marktplätze explodiert. Das gilt auch für die schiere Menge an Produkten und Dienstleistungen, die zur Unterstützung des Internet-Handels angeboten werden.

Es handelt sich dabei um Dinge, die für die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher unsichtbar erscheinen mögen, aber inzwischen ein integraler Bestandteil des Geschäftsbetriebs sind. Dazu zählen beispielsweise:

  • Kreditkartenabwicklung
  • Entwicklung von Websites
  • Werbung

Und ja, all dies ist auch E-Commerce.

Wenn wir an E-Commerce denken, konzentrieren sich die meisten von uns auf die B2C-Welt, aber es ist weit mehr als das. E-Commerce bezieht sich auf alle Arten der Online-Geschäftsabwicklung. Jede Form von Produkten oder Dienstleistungen, die über ein elektronisches Medium gekauft oder verkauft werden, fällt unter diesen Sammelbegriff.

Die Geschichte des E-Commerce: 1960er- bis 1980er-Jahre

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Anfänge des E-Commerce liegen erst so kurz zurück. Und die Geschichte des Online-Handels ist wirklich unglaublich! 1969 war CompuServe das erste große E-Commerce-Unternehmen, das in den Vereinigten Staaten gegründet wurde. Und obwohl es heute weit entfernt scheint, entwickelten sich die Computer-Time-Sharing-Dienste in den 1970er-Jahren von E-Mail-Anbietern zu Unterstützern des Tele-Shoppings.

Während der Rest von uns Anfang der 1980er Jahre gerade anfing, das Wunder des Kabelfernsehens zu feiern, haben ein paar technisch versierte User die Boston Computer Exchange gegründet. Das war ein auf einem Bulletin-Board-System basierender Marktplatz, der den Verkauf oder Handel mit gebrauchten Computern erleichtern sollte. Dieses Unternehmen war ein Vorreiter bei der Entwicklung einer vollautomatischen Online-Auktion und eines Marktplatzes für den allgemeinen Handel.

Hier sind wir: E-Commerce in den 90er Jahren

Etliche Jahre lang existierte der elektronische Handel im Stillen, doch dann wurde 1990 der erste Webbrowser im “World Wide Web” (WWW) eingeführt.

Zu dieser Zeit kam die Entwicklung des Internets so richtig in Schwung! Innerhalb weniger Jahre wurde aus der Möglichkeit, einfache Stylesheets anzuzeigen, mit der Gründung von Amazon und eBay der Grundstein für den weltumspannenden Online-Handel gelegt. Es ist unnötig zu erwähnen, dass diese beiden Unternehmen zu einem durchschlagenden Erfolg wurden! Sie entwickelten sich zu riesigen E-Commerce-Plattformen, die es den Verbrauchern ermöglichten, ihre eigenen Waren an andere auf globaler Ebene zu verkaufen und Artikel zu abonnieren, die sie im Alltag brauchten. Das war eine Revolution! Die Menschen mussten nicht mehr in ein stationäres Geschäft gehen, um normale Haushaltswaren zu kaufen.

Ende der 1990er Jahre bekamen wir alle zu viele E-Mails, und die DVD begann, die VHS-Kassetten als bevorzugte Methode zum Anschauen von Filmen zu überholen. Doch das hielt nicht lange an.

Im Jahr 1997 wurde Netflix als weltweit erster Online-Filmverleih gegründet.

Netflix hat sich einen Namen gemacht, indem es ein revolutionäres Modell eingeführt hat: unbegrenzte Leihgebühren ohne Fälligkeitstermine, Verzugsgebühren, Versand- und Bearbeitungskosten oder Leihgebühren pro Titel.

Damit hat Netflix das Thema Kundenservice für alle anderen potenziellen Online-Händler auf den Kopf gestellt. Nur ein Jahr später betrat Paypal, in seiner ersten Version als Confinity, die Szene als Instrument für digitale Geldüberweisungen. Heute fungiert das Unternehmen als Bank, die Zahlungen für Online-Händler, Auktionsseiten sowie private und gewerbliche Nutzer abwickelt. Mit diesem Dienst kann die Kundschaft Geldbeträge in 26 Währungen weltweit senden, empfangen und halten. Heute sind die Paypal Holdings und ihre Tochtergesellschaft Venmo zwei der größten Namen im Bereich der digitalen Geldbörsen.

Was jetzt? Die 2000er-Jahre und die Ära der sofortigen Verfügbarkeit 

Jeder Artikel, den man sich nur wünschen konnte, stand nun in der digitalen Sphäre bereit. Deshalb war es unvermeidlich, dass die Nachfrage nach einem weiteren wichtigen Punkt bei der Rationalisierung des persönlichen Einkaufs nach einer passenden Lösung verlangte.

Im Jahr 2012 gründete ein ehemaliger Amazon-Mitarbeiter in San Francisco Instacart. Im Laufe seines weiteren Wachstums schloss das Unternehmen Partnerschaften mit über 300 nationalen, regionalen und lokalen Einzelhändlern ab. Die persönlichen Einkäufer von Instacart holen, verpacken und liefern die Bestellung innerhalb des von den Kundinnen und Kunden gewünschten Zeitfensters an der Haustür ab.

Im Jahr 2014 machte sich Apple die immer länger werdende Zeit zunutze, die wir mit unseren mobilen Geräten verbringen, und entwickelte Apple Pay als digitale Geldbörse und mobiles Zahlungsmittel. Es wird derzeit auf iPhone, Apple Watch, iPad und Mac unterstützt. Die aktuelle vollständige Liste der Apple Pay-Länder und -Regionen ist jetzt auf der Apple-Website einsehbar.


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Im Zuge der rasanten Entwicklung des E-Commerce haben wir auch gesehen, wie die sozialen Netzwerke “einkaufsfähig” wurden. Ein bemerkenswerter Meilenstein war 2015, als Pinterest kaufbare Pins zu seinen Boards hinzufügte. Damit können die Follower eines Boards direkt auf einer passenden Website einkaufen, ohne die Plattform verlassen zu müssen. Ferner bieten auch viele Boards, die keine kaufbaren Pins haben, nun Einkaufsempfehlungen auf der Grundlage der angezeigten Inhalte an.

Seit eBay sich mit PayPal zusammengetan hat, sind viele E-Commerce-Unternehmen Partnerschaften eingegangen oder haben zusätzliche Firmen erworben, um ihr Geschäftsmodell zu diversifizieren oder anderweitig zu verbessern. Und es gibt keine Anzeichen dafür, dass diese Praxis aufhören wird. So hat beispielsweise Amazon den Naturkosthändler Whole Foods übernommen, und der Einzelhandelsriese Walmart kaufte Flipkart für 16 Milliarden Dollar auf.

Die Corona-Pandemie ab 2019 beeinflusste den weltweiten E-Commerce sehr stark. Die Zahl der Online-Einkäufe stieg rasant weiter an, das Kaufverhalten änderte sich und Online-Marktplätze sowie die digitale Präsenz von Unternehmen gewannen weiter an Bedeutung. Gleichzeitig führte die gestiegene Nachfrage zu logistischen Herausforderungen. Insgesamt gewann der Online-Handel zwischen Unternehmen und mit den Endkonsumenten in dieser Zeit massiv an Bedeutung.

Die Geschichte des E-Commerce trifft auf die Zukunft des Handels

Diese Veränderungen in der E-Commerce-Branche haben dazu geführt, dass große Einzelhändler heute den Online-Verkauf weiter vorantreiben und selbst kleine, lokale Unternehmen zunehmend auf digitale Methoden setzen, um ihr Geschäft zu beflügeln.

Da sich die Kaufgewohnheiten sowohl der Verbraucherschaft als auch der Unternehmen geändert haben, musste sich der Handel an die neue Situation anpassen und nutzt nun Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung im E-Commerce.

Erklärtes Ziel ist, Kundschaft und Interessenten dort abzuholen, wo sie sich gerade auf ihrer Customer Journey befinden. Allerdings wird jeder, der im E-Commerce tätig ist, sich ebenfalls um diese möglichen Kundinnen und Kunden bemühen und seine Taktiken entsprechend anpassen, um dadurch mehr Umsatz zu erzielen. Innovationen treiben also die Entwicklung permanent weiter voran.

Wenn uns die (relativ kurze) Geschichte des E-Commerce etwas gelehrt hat, dann dies: Der Online-Handel hat sich stets in rasantem Tempo voran bewegt und nimmt einen immer größeren Anteil am Geschäft in nahezu allen Branchen ein.

Effiziente, bequeme und personalisierte Erlebnisse mit hochentwickelten Tools werden deshalb auch in Zukunft das Gebot der Stunde sein. Unabhängig davon, für welche Trends sich Ihr Unternehmen entscheidet, sollten Sie sicherstellen, dass ihre Arbeit immer zielgerichtet ist und auf eine nahtlose und ansprechende Customer Experience (CX) für alle abzielt.

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